Mitarbeitendengewinnung als Marketingaufgabe: Warum Recruiting genauso viel Strategie braucht wie Kundengewinnung

Wie du Recruiting strategisch angehst.

Viele Betriebe stecken viel Energie in ihr Kunden­mar­ke­ting – klare Ziel­gruppen, durch­dachte Kampa­gnen, saubere Kanal­aus­wahl.

Beim Recrui­ting sieht das oft anders aus. Eine Stel­len­an­zeige hier, ein Post auf Social Media dort. Fertig.

Dabei gilt für die Mitar­bei­ten­den­ge­win­nung im Kern dasselbe wie für die Kund:innengewinnung: Wer nicht weiß, wen er errei­chen will und wie, verpufft mit seiner Botschaft. Gerade in Branchen mit Fach­kräf­te­mangel kann das den entschei­denden Unter­schied machen.

Bewerber:innen sind auch nur eine Zielgruppe.

Ein Unter­nehmen, das Mitar­bei­tende sucht, hat – genau wie bei der Kund:innengewinnung – eine bestimmte Ziel­gruppe vor Augen: Auszu­bil­dende, Fach­kräfte, Quereinsteiger:innen. Diese Ziel­gruppe hat eigene Fragen, eigene Kanäle und eigene Erwar­tungen.

Wer nur auf klas­si­sche Stel­len­an­zeigen setzt, erreicht oft nur die, die bereits aktiv suchen. Die deut­lich größere Gruppe – Menschen, die grund­sätz­lich wech­sel­be­reit wären, aber gerade nicht aktiv sucht – bleibt uner­reicht.

Genau hier setzt stra­te­gi­sches Recrui­ting an. Es geht darum,

  • die passende Ziel­gruppe genau zu defi­nieren
  • sie dort abzu­holen, wo sie sich aufhält
  • und ein Bild vom Unter­nehmen zu vermit­teln, das echte Einblicke statt Flos­keln bietet

Ein Beispiel aus der Praxis.

Bei einem unserer Kunden, einem Fach­be­trieb für Gebäu­de­technik, war die Ausgangs­lage typisch: gute Arbeit­ge­ber­qua­li­täten, aber kaum jemand kannte den Betrieb als solchen.

Statt einer einzelnen Maßnahme haben wir mehrere Bausteine kombi­niert:

  • eine neue Karrie­re­seite mit echten Einbli­cken statt Stock­fotos
  • einen Recrui­tin­g­film, der die Großkund:innen und ‑projekte zeigt
  • eine Inter­view­reihe mit Kolleg:innen aus verschie­denen Berei­chen
  • kurze, unter­halt­same Social-Media-Formate für die jüngere Ziel­gruppe
  • die Beglei­tung von Schul­pro­jekten, um schon früh­zeitig mit poten­zi­ellen Azubis in Kontakt zu kommen


Das Ergebnis: Aus den Schul­pro­jekten sind tatsäch­lich neue Auszu­bil­dende hervor­ge­gangen – ein direkter, mess­barer Effekt einer Maßnahme, die auf den ersten Blick eher lang­fristig gedacht war.

Was nach der Bewerbung passiert, ist genauso wichtig.

Viele Betriebe konzen­trieren sich vor allem darauf, Bewer­bungen zu bekommen. Doch was danach passiert, entscheidet oft darüber, ob jemand tatsäch­lich bleibt.

Ein durch­dachter Onboar­ding-Prozess, klare Ansprechpartner:innen und ein Arbeitgeber:innenbild, das zur gelebten Realität passt, verhin­dern, dass mühsam gewon­nene Bewerber:innen nach kurzer Zeit wieder abspringen.

Recrui­ting endet also nicht mit der Unter­schrift unter dem Arbeits­ver­trag.

Daten helfen auch bei der Mitarbeitendengewinnung.

Was im Kund:innenmarketing längst Stan­dard ist, lässt sich auch fürs Recrui­ting nutzen: eine daten­ba­sierte Ziel­grup­pen­ana­lyse.

Mit Ziel­gruppen-Scoring lässt sich einschätzen, in welchen Regionen und Post­leit­zahl­ge­bieten beson­ders viele Menschen mit dem passenden Profil leben – etwa Berufs­er­fah­rung, Ausbil­dungs­stand oder Mobi­li­täts­ra­dius.

Das bedeutet konkret:

  • Stel­len­an­zeigen und Kampa­gnen werden gezielt dort ausge­spielt, wo die Erfolgs­chancen am höchsten sind
  • Werbe­bud­gets fließen effi­zi­enter statt in die Breite
  • Auch das Grenz­ge­biet zu den Nieder­landen lässt sich gezielt mit einbe­ziehen, wenn dort rele­vantes Potenzial liegt


So wird Recrui­ting von einer Reihe einzelner Maßnahmen zu einem plan­baren, nach­voll­zieh­baren Prozess.

Du möchtest deine Mitarbeitendengewinnung strategischer angehen?

„Du suchst neue Mitar­bei­tende, erreichst aber nicht die Rich­tigen? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf Ziel­gruppen, Kanäle und Regionen. Gemeinsam schauen wir, wo dein Potenzial liegt und wie du passende Bewerber:innen gezielter errei­chen kannst.“

Sebas­tian Franz­bach. Beratung.

Entdecke weitere Beiträge.

Mitarbeitendengewinnung als Marketingaufgabe: Warum Recruiting genauso viel Strategie braucht wie Kundengewinnung

Wie du Bewegungsdaten für dich nutzen kannst. ↘ Viele Betriebe wissen ziem­lich genau, wie viele Gäste sie haben. Über Ticket­ver­käufe, Buchungen oder Besu­cher­zäh­lungen lässt sich relativ zuver­lässig nach­voll­ziehen, wie viele Menschen eine Attrak­tion, ein Hotel oder ein Ausflugs­ziel besu­chen. Eine entschei­dende Frage bleibt jedoch oft unbe­ant­wortet:Woher kommen diese Menschen eigent­lich – und wie bewegen sie […]

Besucherströme analysieren: Wie Bewegungsdaten Tourismus und Marketing verbessern

Wie du Bewegungsdaten für dich nutzen kannst. ↘ Viele Betriebe wissen ziem­lich genau, wie viele Gäste sie haben. Über Ticket­ver­käufe, Buchungen oder Besu­cher­zäh­lungen lässt sich relativ zuver­lässig nach­voll­ziehen, wie viele Menschen eine Attrak­tion, ein Hotel oder ein Ausflugs­ziel besu­chen. Eine entschei­dende Frage bleibt jedoch oft unbe­ant­wortet:Woher kommen diese Menschen eigent­lich – und wie bewegen sie […]

Marketing endet nicht an der Landesgrenze – Warum sich Niederlande-Marketing für dich lohnt

Nähe allein bringt noch keine Gäste. ↘ Stell dir vor, du betreibst ein Hotel, einen Frei­zeit­be­trieb oder eine touris­ti­sche Attrak­tion in Grenz­nähe. Du inves­tierst Zeit, Geld und viel Herz­blut in dein Angebot. Doch ein großer Teil deiner poten­zi­ellen Gäste wohnt nur wenige Kilo­meter entfernt – auf der anderen Seite der Grenze. In vielen Regionen entlang […]